Rücksichtsvoll in der Natur unterwegs
Praktische Tipps für rücksichtsvolles Verhalten in Bornholms Natur. Erfahre mehr über Zugang, Rücksicht unterwegs, Tiere, nasse Pfade, Übernachten, Feuer und besondere Regeln für verschiedene Aktivitäten – damit du gut vorbereitet bist.
Genieße die Natur mit Blick für deine Umgebung
Wenn die Wanderschuhe geschnürt sind, das Fahrrad auf den Trail rollt oder der Weg durch den Wald führt, teilst du vielerorts Wege und Waldwege mit Wanderern, Läufern, Radfahrern, Reitern und Familien. Ein wenig Aufmerksamkeit und Platz füreinander machen die Tour für alle angenehmer.
Auf schmalen Wegen und an Stellen mit eingeschränkter Sicht ist es eine gute Idee, Tempo und Bewegungen den Bedingungen anzupassen und dich rechtzeitig bemerkbar zu machen, wenn du vorbeimöchtest. Wenn du Kopfhörer trägst, stelle die Lautstärke am besten so ein, dass du eine Fahrradklingel, einen herannahenden Reiter oder einen Ruf von hinten noch hören kannst.
Unterwegs kannst du auch Weidetieren begegnen. Gib ihnen ausreichend Platz, füttere sie nicht und denk daran, Tore und Gatter hinter dir zu schließen, wenn die Route durch ein eingezäuntes Gebiet führt.

Wenn du einem Pferd begegnest
Pferde können auf plötzliche Geräusche und Bewegungen reagieren. Kommst du mit dem Fahrrad oder zu Fuß von hinten, mach dich am besten schon mit etwas Abstand ruhig bemerkbar, bevor du vorbeigehst oder vorbeifährst.
Nimm Tempo heraus, gib ausreichend Platz und achte auf Signale des Reiters. So wird die Begegnung für Pferd, Reiter und dich sicherer.
Die wichtigsten Tipps für unterwegs
- Achte auf deine Umgebung. Lass Raum für die Geräusche der Natur und Signale anderer.
- Gib Platz. Passe Tempo und Verhalten an, wenn du anderen begegnest oder sie passierst.
- Achte auf die Beschilderung. Regeln und Zugang können je nach Gebiet variieren.
- Begegne Tieren ruhig. Halte Abstand, füttere sie nicht und schließe Tore hinter dir.
- Schone Wege und Pfade. Wähle bei sehr nassem Untergrund gern robustere Routen.
- Parke mit Rücksicht. Nutze ausgewiesene Parkmöglichkeiten und halte Wege, Tore und Zufahrten frei.
- Nimm deinen Müll mit. So ist der Ort auch für die Nächsten angenehm.
- Sei vorbereitet. Prüfe Wetter und Route und nimm Ausrüstung mit, die zur Tour passt.
Bornholms Gelände reicht von breiten Waldwegen über schmale Trampelpfade und Felsen bis zu steilen Abschnitten und nassem Untergrund. Prüfe Route und Wetter am besten vorher und wähle Schuhe und Kleidung, die zur Tour passen. Auf längeren Touren sind Wasser, ein geladenes Handy und eventuell eine Powerbank und ein kleines Erste-Hilfe-Set sinnvoll.
Wenn etwas passiert und dringend Rettungsdienst, Polizei oder Feuerwehr gebraucht werden, wähle 112. Bei neueren Smartphones kann dein Standort in der Regel automatisch an die Notrufzentrale übermittelt werden. Trotzdem ist es gut, sich unterwegs zu orientieren, damit du sagen kannst, wo du dich befindest.
Wenn Wege nach Regen aufweichen
Nach viel Regen können vor allem Naturpfade und Wege weich und stärker verschleißanfällig werden. Räder, Hufe und viele Füße können im nassen Untergrund deutliche Spuren hinterlassen. Deshalb kann es sinnvoll sein, auf einen robusteren Waldweg oder eine andere Route auszuweichen, wenn der Boden sehr weich ist.
Beachte auch Beschilderung und Markierungen. Einige Routen sind für bestimmte Aktivitäten angelegt, während in anderen Gebieten besondere Zugangsregeln oder vorübergehende Einschränkungen gelten können.

Übernachten und Feuer machen in der Natur
Eine Nacht unter freiem Himmel kann eine besondere Art sein, Bornholm zu erleben. Über die Insel verteilt gibt es Shelter, einfache Übernachtungsplätze und Wälder, in denen freies Zelten erlaubt ist.
Auf Bornholm ist freies Zelten unter anderem in Rø Plantage, Lynggårdsskoven und ausgewählten Teilen von Almindingen und Blykobbe Plantage erlaubt. Hier gilt die 1-2-3-Regel: eine Nacht am selben Ort, höchstens zwei Zelte zusammen und Zelte für höchstens drei Personen. Prüfe immer die aktuelle Karte, damit du genau siehst, wo freies Zelten erlaubt ist.
Wenn du lieber in einem Shelter übernachtest, informiere dich über den jeweiligen Platz. Einige Shelter können reserviert werden, bei anderen gilt: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Auch Einrichtungen wie Trinkwasser und Toilette unterscheiden sich von Platz zu Platz.
Beim freien Zelten darf Feuer nur an ausgewiesenen Feuerstellen gemacht werden. In trockenen Perioden kann außerdem ein Feuerverbot verhängt werden. Prüfe daher die aktuellen Bedingungen, bevor du ein Feuer machst.
Nutze Toiletten, wo es welche gibt. Ist keine Toilette in der Nähe, müssen Hinterlassenschaften vergraben werden; Toilettenpapier und Feuchttücher nimmst du zusammen mit anderem Abfall wieder mit.

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Shelterplätze auf Bornholm
Mehr erfahrenAktivitäten mit besonderen Regeln
Mountainbiken, Reiten, Klettern und Angeln können jeweils eigene Regeln dafür haben, wo und wie du die Aktivität ausüben darfst. Die Regeln können sich auch von Gebiet zu Gebiet unterscheiden. Deshalb ist es eine gute Idee, dich vor der Tour sowohl über den Ort als auch über die Aktivität zu informieren.
Auf Flächen von Naturstyrelsen darfst du zum Beispiel grundsätzlich auf angelegten Wegen und Pfaden Rad fahren, die für ein normales Fahrrad geeignet sind. Auf Bornholm gibt es an mehreren Orten erweiterte Möglichkeiten zum Mountainbiken, unter anderem in Blykobbe Plantage und bei Rytterknægten in Almindingen.
Klettern mit Seil oder anderer Sicherungsausrüstung erfordert grundsätzlich die Genehmigung des Grundeigentümers. Auf Bornholm hat Naturstyrelsen jedoch eine Reihe von Kletterstellen ausgewiesen. Mehr dazu: naturstyrelsen.dk/klippeklatring. Auch fürs Reiten und Angeln gibt es Regeln, die du am besten vorher prüfst.
Wenn du mehr über die Gedanken hinter dem Schutz der Natur der Insel erfahren möchtest, lies Bornholms Naturkodex.
Eine Tüte voll Natur
Findest du unterwegs Beeren, Pilze, Früchte oder Zapfen, darfst du für den Eigenbedarf gern ein wenig aus der Natur mit nach Hause nehmen.
Auf Flächen von Naturstyrelsen gilt als Faustregel: Du darfst ungefähr so viel sammeln, wie in eine normale Einkaufstüte passt. In privaten Wäldern darfst du nur sammeln, was du von Wegen und Pfaden aus erreichen kannst.
Pflanzen dürfen nicht ausgegraben werden. Auch Brennholz, Schmuckgrün und anderes, das für den Waldeigentümer einen Wert hat, darf nicht mitgenommen werden.
Nimm also gern ein wenig mit nach Hause, aber lass auch etwas für die Nächsten übrig.




